Meine Arbeitsweise
Jedes Tier bringt seine eigene Geschichte mit.
Es lebt in seinem individuellen Umfeld, reagiert auf seine Umwelt, trägt seine eigene Konstitution in sich und entwickelt im Laufe seines Lebens ganz persönliche Anpassungsstrategien.
Deshalb beginnt meine Arbeit nicht mit einer Methode, sondern damit, das Tier in seiner Gesamtheit zu verstehen.
Diagnosen, Blutbilder, tierärztliche Befunde und die Beobachtungen der Tierhalter sind wichtige Wegweiser. Sie zeigen, wo der Organismus im Moment steht. Für mich sind sie jedoch der Ausgangspunkt und nicht der Endpunkt.
Mich interessiert, welche Zusammenhänge hinter den sichtbaren Veränderungen stehen und was der Organismus braucht, damit Ordnung, Regulation und Lebendigkeit wieder entstehen können.
Jedes Tier ist einzigartig. Deshalb gibt es für mich keinen festen Behandlungsplan, der auf jedes Tier gleichermaßen passt. Gemeinsam schauen wir, welche Möglichkeiten sich aus der jeweiligen Situation ergeben und welche Form der Begleitung sinnvoll sein kann.
Im Laufe vieler Jahre habe ich zahlreiche therapeutische Ansätze kennengelernt. Jeder von ihnen hat meinen Blick erweitert. Heute verstehe ich sie als Werkzeuge – nicht als Mittelpunkt meiner Arbeit. Entscheidend ist für mich nicht die Methode, sondern die Frage, was dem einzelnen Tier in seiner individuellen Situation wirklich dient.
Geprägt wurde diese Haltung nicht nur durch meine Ausbildungen, sondern vor allem durch die Hunde, die mich über viele Jahre begleitet haben. Sie haben mich gelehrt, genauer hinzusehen, Zusammenhänge zu erkennen und jedem Wesen mit Respekt, Offenheit und Achtsamkeit zu begegnen.
Ich bin überzeugt, dass Verstehen der erste Schritt jeder sinnvollen Begleitung ist. Denn dort, wo Zusammenhänge verstanden werden, können neue Wege entstehen.
Meine Arbeit folgt deshalb einem einfachen Grundsatz:
Das Wesen erkennen und Zusammenhänge verstehen.
Ordnung und Regulation fördern und den Organismus auf seinem individuellen Weg begleiten.
Aus dieser Haltung heraus ergeben sich auch die verschiedenen Bereiche meiner Arbeit – von der Resonanzanalyse über die Tierosteopathie bis hin zur onkologischen Begleittherapie.
Welche Form der Begleitung sinnvoll ist, ergibt sich aus der individuellen Situation des Tieres.