Betrachte die Tiere in  ihrer Ganzheit und Du wirst sie verstehen...
           ...das ist der erste Schritt zur Heilung...

Ayurveda für Hunde

Ayurveda ist ein jahrtausendealtes, ganzheitliches Gesundheitssystem mit Wurzeln in Indien, welches bis heute aktuell ist. Ayurveda wird gern mit »Wissenschaft vom Leben« übersetzt.

Die Sichtweise von Ayurveda ist ganzheitlich und die Therapie individuell. 
Maßgeblich sind:

  • eine gesunde, natürliche und konstitutionsangepasste Ernährung
  • eine gesundheitsorientierte und ebenfalls konstitutionsangepasste Bewegung
  • eine gesunde Lebensweise

Diese Säulen sind die Basis meiner therapeutischen Arbeit mit Hunden. 

Grundlage der Gesundheitsvorsorge sowie der Therapie sind die Bestimmung der individuellen Bioenergie Ihres Hundes und eventuell vorhandener Störungen. Daraus leiten sich Vorsorge- und Therapiemaßnahmen ab. 

Die Bioenergien im Ayurveda - die drei Doshas

Jedes Lebewesen ist ein Abbild des Universums. Alle Erscheinungen des Kosmos sind aus den Elementen Äther, Luft, Feuer, Erde und Wasser aufgebaut: sowohl die Natur als auch alle Lebewesen wie unsere Hunde. 

Diese fünf Elemente fügen sich zu drei feinstofflichen Bioenergien (die Doshas) zusammen, die für alle körperlichen und psychischen Vorgänge verantwortlich sind:

 Vata-Dosha

  • Bewegende Kraft, die leicht, beweglich, kalt, trocken, rau und durchdringend ist
  • Entspricht in seinen Funktionen unserem Nervensystem
  • Es steuert alle Bewegungen, die Atmung, den Blutkreislauf, die Ausscheidungen und alle Sinnesorgane
  • Es kontrolliert das Bewusstsein


 Pitta-Dosha

  • Entspricht in seiner Funktion dem Stoffwechsel
  • Pitta zeichnet sich vor allem aus durch die Eigenschaft »heiß«
  • Es steuert die Körpertemperatur und regelt den Auf- und Abbau von Körpergewebe
  • Es steuert Hunger und Durst
  • Pitta ist zuständig für die Intelligenz, die Ausstrahlung und die Kontrolle von Emotionen

 

Kapha-Dosha 

  • Sorgt für Struktur und Schmierung
  • Vorrangige Eigenschaften dieser Bioenergie sind schwer, stabil, kalt, feucht, unbeweglich, mild und weich
  • Es ist zuständig für Stabilität der Gewebe, Organe und des gesamten Körpers
  • Es sorgt für Kraft und Ausdauer, Ruhe und Abwehrkraft


Die Zusammensetzung dieser drei Bioenergien im Körper ist ureigen. Meistens sind zwei Bioenergien vorrangig. Seltener kommen reine Typen oder die sogenannten »Tridosha« vor. 

Nehmen wir als Beispiel einen Hund mit einer Vata-Pitta-Bioenergie: kalte und trockene aber auch heiße Eigenschaften sind hier vorherrschend. Um ein Ungleichgewicht in der Bioenergie zu vermeiden (und Krankheiten vorzubeugen bzw. zu behandeln) liegt der Schwerpunkt im Befeuchten und Erden. Beständigkeit, Stabilität, Wärme, Rückzugsmöglichkeiten und Ruhephasen sind ebenso wichtig wie Anerkennung und positive Förderung. Störungen dieser Konstitution können zum Beispiel Gelenkverschleiß oder Gelenkentzündungen sein aber auch Leber und Gallenerkrankungen, Allergien oder schwere Stresssymptome mit Unruhe, Nervosität oder Aggressivität.

Je nach Konstitution ergeben sich die Empfehlungen und therapeutischen Maßnahmen für Ihren Hund. Ziel ist immer das individuelle Gleichgewicht zu erhalten, welches Wohlbefinden, Gesundheit und Leistungsfähigkeit erhält oder wiederherstellt.